Um Drucksensoren/Druckmessumformer in Sauerstoffanwendungen einsetzen zu können, muss die Sauberkeit aller medienberührenden Teile gewisse Voraussetzungen erfüllen. Dies liegt darin begründet, das ein erhöhter Druck oder ein erhöhter Sauerstoffanteil im Medium zu einer Selbstentzündung vorhandener Schmutzpartikel führen kann (s.a. adiabatische Kompression).

Verschiedene weltweite Standardisierungsorganisationen haben sich diesem Problem angenommen und Reinheitsnormen für Medizingeräte verabschiedet. Die wichtigsten Standards in diesem Bereich sind ASTM G93 Level C, D, E und ISO 15001. Drucksensoren bzw. Druckmessumformer vom Typ MG-1 erfüllen beispielsweise die genannten bekannten Standards für Reinheit und sind bestens geeignet für den Einsatz in Sauerstoffanwendungen.

Um den richtigen Drucksensor/Druckmessumformer für Ihre Anwendung zu finden, müssen Sie neben der Spezifikation des Drucksensors selbst, noch den benötigten Reinheitslevel festlegen. Am wichtigsten ist hierbei die Frage: welche Menge an Restkohlenwasserstoffen lässt Ihre Anwendung zu? Die Menge der Restkohlenwasserstoffe wird in mg/m² gemessen. Übliche Mengen sind 1000 mg/m² für den Einsatz in Industrieumgebungen oder 220 mg/m² für Anwendungen, die die Erfüllung von ISO 15001 fordern.

Ebenso ist es wichtig, dass Sie eine der Sauberkeit in Ihrer eigenen Fertigungsumgebung angepasste Verpackung des Drucksensors wählen – wenn Sie im Reinraum fertigen, empfiehlt sich ein doppelt eingeschweißter Verpackungsbeutel, in Standardindustrieumgebungen reicht meist eine Schutzkappe auf dem Druckanschluss des Drucksensors aus.


Hinweis
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