Hallo zusammen,
Manuel studiert Mechatronik im 5. Semester und durfte für zehn Wochen in der Niederlassung in Polen mitarbeiten. Welche Aufgaben er hatte und was er sonst noch alles erleben durfte, berichtet er Euch hier:

Meine Reise startete am 17. August und hatte die WIKA-Niederlassung in Polen zum Ziel. Nach ca. eineinhalbstunden Flug und einer anschließenden zweistündigen Autofahrt, kam ich schließlich in der Heimatstadt von WIKA Polen – Włocławek – an. Dort bekam ich einerseits direkt einen Einblick in die Fertigungsstätte und andererseits warf ich einen Blick auf meinen temporären Arbeitsplatz, den ich für die Dauer meines Aufenthaltes beziehen durfte. Neben der Vorstellung der Mitarbeiter der Abteilung PTK („Process Engineering and Construction Department“), wurden mir auch gleich erste mögliche Aufgaben bzw. Projekte gezeigt, mit denen ich mich in Zukunft auseinandersetzen würde. Am Ende meines ersten Arbeitstages bezog ich meine Unterkunft und machte mich mit der Umgebung vertraut, die neben eines Parks auch zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten bot.

Die Abteilung PTK besteht aus der Prozesssteuerung und der Konstruktion. Mein Arbeitsplatz war zwar im Konstruktionsbüro, meine Aufgaben erhielt ich allerdings von den Mitarbeitern der Prozesssteuerung. Da diese sich vor allem mit den alltäglich anfallenden Themen der Produktion beschäftigen, habe ich während meines Aufenthaltes nicht an einem „speziellen“ Projekt gearbeitet, sondern konnte mich immer wieder in den täglich anfallenden Aufgaben einbringen. Dazu gehörte z. B. die Validierung einer im TN (Technical Department) überholten CTS T2 Rundtaktanlage, die nach dem Einlegen der Einzelteile (Federträger mit angelöteter Bourdonfeder, Messwerk, Gehäuse und Zifferblatt) alle Arbeitsschritte vollautomatisch durchführt und am Ende ein fertiges Manometer für den medizinischen Bereich ausgibt. Die Validierung des Rundtaktautomats nahm ca. 2 Wochen in Anspruch und brachte Tätigkeiten mit sich, die von der Überprüfung der einwandfreien Funktion der Sicherheitseinrichtung bis zu komplexeren Messsystemanalysen reichten. Des Weitern konnte ich beim Aufbau einer Messeinrichtung für die Qualitätsüberprüfung von Sintermetallfiltern und Drosseln mitwirken. Dabei habe ich sowohl an dem Konzept, als auch bei der Organisation, Aufbau und Inbetriebnahme mitgewirkt. Mit dieser Messeinrichtung wird in Zukunft die Wareneingangskontrolle die Qualität der angelieferten Filter und Drosseln von verschiedenen Lieferanten prüfen.

Außerhalb der Arbeitszeiten konnte ich viele Seiten von Polen und der polnischen Kultur kennenlernen. In den zehn Wochen, die ich dort verbrachte, besichtigte ich neben Włocławek (in der besonders das Gebiet an der Weichsel bei schönem Wetter ein Menschenmagnet ist) auch einige andere Städte wie Torun, Warschau, Danzig, und Krakau. Dabei möchte ich vor allem die sehr gut erhaltenen Altstädte erwähnen, die mit vielen Sehenswürdigkeiten und kleinen Einkaufsstraßen jede Menge Touristen anlocken. Was die Sprache anbelangt kommt man in den Großstädten mit Englischkenntnissen ohne Probleme weiter. In den kleineren Städten wird es da schon schwierigerer. Innerhalb der Firma sprachen zwar fast alle, mit denen ich in Kontakt war Englisch und häufig sogar Deutsch. Außerhalb der Firma war die Kommunikation mit meinen Mitmenschen jedoch gar nicht so einfach. Beherrscht man aber ein paar einfache Worte und Sätze wie „dzień dobry“ (Guten Tag), „dziękuję“ (Danke), „przepraszam“ (Entschuldigung) und „Nie mówię po polsku“(Ich spreche kein Polnisch) sind die Menschen auch bereit auf einen zuzugehen und sich notfalls mit Händen und Füßen zu verständigen.

 

Insgesamt kann ich sagen, dass der Aufenthalt, der am 30. Oktober für mich endete, eine sehr interessante Erfahrung war, die aber auch einige Herausforderungen außerhalb der Firma mit sich brachte und die ich dennoch jederzeit wiederholen würde.

Zum Schluss möchte ich mich noch bei allen bedanken, die sich während meines Aufenthaltes in Polen Zeit für mich genommen haben und vor allem bei denen, die dies auch außerhalb des Firmenalltags taten.

Viele Grüße
Manuel



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