In den vorherigen Beiträgen zum Thema Einsatzgebiete der verschiedenen Drucksensoren habe ich aufgezeigt, welche besonderen Eigenschaften durch die unterschiedlichen Bauformen entstehen. Entscheidend bei der Auswahl des richtigen Sensors für eine aktuell zu lösende Problemstellung ist der zu messende Druckbereich und die Umgebungsbedingungen.

Bei kleinen Messbereichen (z. B. < 10 bar) ist es sehr wichtig, ob ein belüfteter Relativdruck-, unbelüfteter Relativdruck oder Absolutdrucksensor eingesetzt wird, da bei 10 bar Prozessdruck die Wahl des Bezugspunktes (0 oder 1 bar) und die Schwankung des Umgebungsdruckes (z. B. +/- 230 mbar, siehe Artikel „Unterschied Relativdruck zu Absolutdruck“) die Anzeige des Messwertes zwischen 8,77 bar und 11,23 bar verschiebt (1,23/10 bar x 100% = 12,3% Messungenauigkeit). Bei sehr hohen Drücken (z. B. größer 1000 bar) wird es jedoch immer unwichtiger, welcher Sensortyp eingesetzt wird, da der maximale Fehler von 1,23 bar nur zu einer Messungenauigkeit von 1,23 bar / 1000 bar x 100% = 0,123 % führt.

Einsatzgebiete von Drucksensoren 4 – Zusammenfassung


Die beschriebenen Einsatzfälle stellen nur ausgewählte Beispiele für die zum Teil sehr unterschiedlichen Einsatzgebiete der verschiedenen Drucksensoren dar und zeigen, dass im Einzelfall die spezifischen Genauigkeitsanforderungen und Umgebungsbedingungen berücksichtigt werden müssen.

Hinweis
Lesen Sie zu diesem Thema auch den Fachartikel „Alles absolut relativ – Unterschiede bei der Absolut- und Relativdruckmessung“ erschienen im Magazin „fluid“ 03/2012.



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