Wählt man zur Messung von Füllständen die spezifische Drucksensor-Bauform der Pegelsonde bzw. Tauchsonde (z. B. Typ LH-20 von WIKA) so wird diese häufig unter Umgebungsbedingungen eingesetzt, bei denen herkömmliche Füllstandssensoren scheitern. Widrigste Bedingungen wie schmutzige Medien, abrasive Inhaltsstoffe und Schlammbildung beim Einsatz in Klärwerken, Brack- und Abwassertanks oder auch Faultürmen, bedingen besondere Anforderungen an die Konstruktion einer Pegelsonde.

Eine der Hauptanforderungen an Pegelsonden ist die konstruktive Umsetzung einer möglichst geringen Verschmutzungsanfälligkeit des Drucksensors. Deshalb verzichtet man auf die typische Bauform mit engen Druckkanälen, die in solchen Applikationen zu Verstopfung neigen würden. Die Pegelsonde und deren druckbeaufschlagte Sensormembran sind bereits durch die konstruktive Gestaltung auf eine besonders geringe Verschmutzungsanfälligkeit hin optimiert. Dennoch kann der Dauereinsatz in verschmutzten Medien zu einem Festsetzen von Schmutzpartikeln auf der Edelstahlmembran führen.

Um höchste Genauigkeiten und schnellste Reaktionszeiten bei Änderungen des Füllstandes zu erreichen, ist diese Edelstahlmembran fertigungsseitig bereits auf wenige Mikrometer Dicke hin minimiert. Daher muss eine Reinigung der Membran entsprechend sorgsam erfolgen. Es sollte unbedingt auf den Einsatz spitzer oder kantiger Werkzeuge verzichtet werden. Auch von den in der Praxis gern genutzten Schraubendrehern oder Kugelschreibern muss man dringend abraten. Ist die Reinigung der Sensormembran erforderlich, so sollte ein Durchspülen mittels schwachen Wasserstrahls oder ein vorsichtiges Ausblasen mittels Druckluft erfolgen.

Eine Beschädigung der Membran durch Eindellen oder Einkerben, auch wenn scheinbar nur optischer Natur, führt zu deutlichen Einbußen in der Genauigkeit der Füllstandsmessung. Die Verformung der Membran verschiebt zum einen häufig den Nullpunkt der Druckmessung in der internen Messelektronik und verzerrt zusätzlich die werksseitig auf die unbeschädigte Membran abgestimmte Linearisierung des Ausgangssignals. Somit erzeugt eine Pegelsonde mit beschädigter Membran eine verfälschte Messung des aktuellen Füllstandes und kann deshalb nicht mehr als zuverlässiges Messmittel gelten. Ein kompletter Austausch des beschädigten Gerätes ist somit also zwingend erforderlich.

 

Informationen zu den Pegelsonden LS-10 (Standard) oder LH-20 (High-Performance):

 

 

 

 


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(in englischer Sprache)
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