Staubexplosion

Eine Staubexplosion ist eine unterschätzte Gefahr.

Viele Anwender denken beim Stichwort „explosionsgefährdete Bereiche“ zunächst an Bereiche, in denen brennbare Gase vorkommen und wissen mittlerweile, dass nur ATEX zugelassene Drucksensoren in Anlagen und Maschinen in diesen Bereichen eingesetzt werden dürfen. Häufig wird aber übersehen, dass auch Anlagen und Maschinen, die in der Umgebung von brennbaren Stäuben eingesetzt werden dem Explosionsschutz nach ATEX unterliegen.

Fast jeden Tag ereignet sich in Deutschland eine Staubexplosion. In mehr als der Hälfte der Fälle sind Holz- oder Getreidestäube der Grund dafür [1].

Besondere Gefahr geht hierbei von diesen Stäuben aus, da sie nur aufgewirbelt brennbar oder explosiv sind und somit häufig fälschlich als ungefährlich eingestuft werden. So habe ich selbst schon mehrfach Betreiber von Getreidemühlen besucht, denen nicht bewusst war, dass ihre Silos einen explosionsgefährdeten Bereich und die allgegenwärtigen Staubschichten ein erhebliches Explosionsrisiko darstellen.

Selbstverständlich müssen Geräte und Drucksensoren, die in explosionsgefährdeten Bereichen bei Anwesenheit von brennbaren Stäuben eingesetzt werden, ähnliche Bedingungen erfüllen wie im Einsatz bei Anwesenheit von brennbaren Gasen.

Besondere Aufmerksamkeit muss dabei, neben der Vermeidung von Funken, auf die maximal zulässige Oberflächentemperatur gelegt werden.

Diese ist besonders wichtig, da heiße Oberflächen eine potentielle Zündquelle darstellen und in Staubumgebungen häufig alle Oberflächen von dem dort vorhandenen Staub bedeckt sind. Kommt es nun zu einer Verwirbelung des Staubes, so wird dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit von vorhandenen heißen Oberflächen gezündet und erzeugt unweigerlich eine Explosion.

Daher ist es wichtig, dass alle Geräte und Drucksensoren, die in dieser Staubumgebung eingesetzt werden, niemals eine höhere maximale Oberflächentemperatur als die Zündtemperatur des Staubes erreichen können.

Drucksensoren von WIKA sind mit Zulassung nach ATEX für den Einsatz in explosiven Staubumgebungen mit Werten für die maximale Oberflächentemperatur verfügbar, die deutlich kleiner sind als die üblichen Zündtemperaturen gängiger Stäube.

Bei Fragen oder bei Bedarf einer detaillierten Anwendungsberatung zu Druckmessumformern von WIKA, nutzen Sie doch einfach unser Kontaktformular.

 

[1] Roger Peters, Chemietechnik „Ein Funke genügt“, Ausgabe September/2008



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