Druckmittler ermöglichen eine stabile Durchflussmessung in der Tiefsee

Druckmittler ermöglichen die Anpassung von Messgeräten selbst an extremste Bedingungen. Ein Beispiel dafür ist die Förderung von Erdöl und Erdgas in der Tiefsee. Für Offshore-Firmen in diesem Bereich fertigt ein OEM-Unternehmen Durchflussmesssysteme mit Venturirohr und Differenzdrucktransmitter. WIKA stellt dafür spezifische Druckmittler her, die auf die jeweilige Meeresumgebung abgestimmt sind.

In der Tiefsee herrschen harte Bedingungen. Die Durchflussmessung ist dort hohen Drücken und einer großen Temperaturspanne ausgesetzt. Sie hat dabei zwei Aufgaben zu erfüllen: erstens den Fluss des geförderten Rohstoffs zu überwachen und zweitens die Zufuhr von chemischen Additiven in den Förderprozess zu messen. Eine ungenaue oder instabile Durchflussmessung, ganz zu schweigen von deren Ausfall, würde zu großen wirtschaftlichen Verlusten führen. Das Messsystem muss daher die Last der Strömungskräfte in einer Tiefe bis zu 3.500 Meter dauerhaft verkraften. Sämtliche Komponenten haben darüber hinaus der Salzwasser-Korrosion standzuhalten.

Druckmittler von WIKA für eine sichere Durchflussmessung in einer Tiefe bis zu 3.500 Metern unter Wasser

Maßgeschneiderte Lösung

Zur Verwirklichung eines geeigneten Messsystems suchte das OEM-Unternehmen nach adäquaten Druckmittlern. WIKA war aufgrund seiner Expertise in der Lage, die Anforderungen in eine maßgeschneiderte Lösung umzusetzen. Der Druckmittler ist aus Chrom-Nickel-Stählen und Nickelbasiswerkstoffen gefertigt. Diese gewährleisten die notwendige Beständigkeit. Falls erforderlich, erhält die Membrane eine zusätzliche Goldbeschichtung. Das erhöht ihre Resistenz. Die Flüssigkeit zur Druckübertragung entspricht der Applikation. Feldversuche haben ihre Eignung bestätigt. Um die Messanordnung und insbesondere die Schweißverbindungen tiefseetauglich und ausfallsicher zu gestalten, wurde ein spezielles Schweißverfahren qualifiziert.

Gesonderter Produktionsprozess

Für die Aufträge hat WIKA einen gesonderten Produktionsprozess aufgebaut. In diesem Verfahren werden die Druckmittler zunächst hergestellt und anschließend mit den Differenzdrucktransmittern über Kapillaren zu einer Einheit verschweißt. Die Kalibrierung des Druckmittlersystems erfolgt im WIKA-eigenen, DAkkS-akkredierten Kalibrierlabor. Um die Betriebsbedingungen zu simulieren, erfolgt die Prüfung mit erhöhtem statischen Druck. Der Kunde erhält damit die Bescheinigung, dass die Messanordnung die Genauigkeit im Rahmen der Spezifikation einhält.

Hinweis
Weitere Informationen zu unseren Druckmittlern erhalten Sie auf der WIKA-Webseite. Bei Fragen steht Ihnen Ihr Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

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Wie funktioniert ein Druckmittler?

Informieren Sie sich weiterhin im folgenden Video über die Funktionsweise, Einsatzbereiche sowie Vorteile von Druckmittlern:



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