Gruppenbild-Duales Studium - Studentenprojekt 2015

Hallo miteinander,
mein drittes Semester unterschied sich von den bisherigen Praxisphasen, da ich nicht in einer Abteilung eingesetzt war. Stattdessen bearbeiteten wir im Studententeam ein Projekt, wie bereits die Studenten in den Jahren vor uns. Unser Team bestand aus sechs Studenten aus den Fachrichtungen: Angewandte Informatik, Betriebswirtschaftslehre, Maschinenbau, Mechatronik und Wirtschaftsingenieurwesen. Durch diese Vielfalt konnte jeder etwas zu dem Studentenprojekt beitragen und wir konnten uns perfekt ergänzen.

In den vergangenen Jahren wurden von anderen WIKA-Studenten beispielsweise die Themen Klebe-, Schweiß- oder Reinigungsprozesse bei WIKA bearbeitet. Unser Projektthema beinhaltete nicht nur einen einzelnen Prozess, vielmehr war es unsere Aufgabe festzustellen, wo und wie man „Kollaborative Robotersysteme“ bei WIKA einsetzen kann. Hintergrund dieser Thematik ist, dass die üblichen Roboter mit einer Einhausung versehen sind, damit keine Gefährdung für die Mitarbeiter besteht. Aufgrund des erheblichen Platzbedarfs für solche Robotersysteme ist es allerdings meist schwierig diese, in die gegebenen Arbeitsabläufe zu integrieren. Charakteristisch für solche kollaborierende Robotersysteme ist zum einen ihre direkte und unterstützende Arbeit mit dem Mitarbeiter, zum anderen das Entfallen einer Schutzvorrichtung, da diese bei Berührung stoppen.

Nachdem uns das Thema zu Beginn des Projektes mitgeteilt wurde, setzten wir uns mehrere Ziele, die wir während des Studentenprojekts erreichen wollten. Innerhalb der dreieinhalb Wochen trafen wir uns jeden Mittwoch mit unseren Fachbetreuern, um unsere Projektziele zu verdeutlichen, den aktuellen Stand zu präsentieren und offene Fragen klären zu können. Dadurch wurde sichergestellt, dass wir kein falsches Ziel verfolgen und am Ende für die Präsentation sehr gut vorbereitet sind. Gemeinsam haben wir verschiedene Arbeitsvorgänge bei WIKA gefunden, bei welchen grundsätzlich ein Einsatz von kollaborativen Robotersystemen denkbar wäre. Im Anschluss haben wir verschiedene Hersteller und deren Roboter hinsichtlich ihrer technischen Eigenschaften verglichen und für mehrere Arbeitsvorgänge ein passendes Robotersystem ausgewählt. Mithilfe einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und einer Veranschaulichung der möglichen Umsetzung mittels 3D-Modellen waren wir bestens vorbereitet, um am Ende des Projektzeitraumes die Ergebnisse präsentieren zu können. Somit war nach jeglicher Recherche und Dokumentation die letzte Herausforderung für vier von uns die Abschlusspräsentation vor der Geschäftsführung, den Fachbetreuern, verschiedenen Abteilungsleitern und den Studenten aus den höheren Semestern, wobei der Fokus auf möglichen Einsatzgebieten bei WIKA lag.

Durch das Studentenprojekt bekamen wir ein Gefühl für den Ablauf von Projektarbeiten und unsere Teamfähigkeit wurde gefördert. Außerdem wurden die Kenntnisse auch über den jeweiligen Studiengang hinaus erweitert, da sich jeder mit allen Themengebieten innerhalb unseres Studentenprojektes beschäftigte. Da wir nach der Präsentation positive Rückmeldungen bezüglich unserer Ergebnisse und des Vortrages bekamen, waren wir nach diesen dreieinhalb Wochen, die sich anstrengend, aber überwiegend interessant und abwechslungsreich gestalteten, sehr zufrieden.

Ich hoffe, dass auch die Studenten im nächsten Jahr zahlreiche positive Eindrücke und wichtige Erfahrungen durch das Studentenprojekt sammeln können und am Ende mit ihren Ergebnissen und der Präsentation genauso zufrieden sind wie wir.

Bis bald
Laura



Kommentar verfassen