Drucksensor mit Diagnosefunktion und IO-Link

Funktioniert das Messgerät noch so, wie es soll? Drucksensoren mit integrierter Diagnosefunktion und IO-Link geben auf einen Blick Auskunft über ihren Zustand. Was das im Einzelnen bedeutet, lässt sich am Beispiel des Sensortyps A-1200 von WIKA veranschaulichen.

Der A-1200 ist für den Einsatz in industriellen Anwendungen konzipiert, vor allem für Druckmessaufgaben in intelligenten Maschinen. Er verfügt über IO-Link für den bidirektionalen Datenaustausch. Über diesen Kanal kommuniziert das Gerät die Informationen seiner Diagnosefunktion an den Master, der sie für die Steuerebene abbildet.

Statusanzeige des A-1200

Beim Drucksensor A-1200 mit Diagnosefunktion und IO-Link kann sich der Anwender auf einen Blick über den Zustand des Messgeräts informieren. Die Darstellungsform hängt von dem jeweiligen Master ab.

Eindeutige Anzeige

Die Darstellung des Sensorzustands erfolgt in diesem Beispiel tabellarisch. Anwender können sofort und zweifelsfrei erkennen, ob ein Defekt oder eine Unstimmigkeit vorliegt. Die Diagnosefunktion vermittelt dabei einen Zustandsüberblick anhand folgender Parameter:

  • Sensor ist defekt
  • Überdruck
  • Unterdruck
  • Übertemperatur
  • Untertemperatur

Hinweis auf Veränderungen im Prozess

Erkennt die Diagnosefunktion einen Über- oder Unterdruck, arbeitet das Messgerät außerhalb seiner Spezifikationen. Beim A-1200 handelt es sich um ein ausgesprochen robustes Produkt, das einen Überdruck auch über einen längeren Zeitraum verkraftet. Eine Fehlermeldung via IO-Link muss daher nicht zwangsläufig mit einem Sensordefekt zusammenhängen. Sie macht den Anwender vielmehr auch auf eine mögliche Veränderung der Prozessbedingungen aufmerksam. Diese würde sonst erst bei einem Sensorausfall bemerkt.

Temperatur in der Sensorelektronik

Die Aussagen zur Temperatur beziehen sich auf Messungen in der Sensorelektronik. Abweichungen von der Spezifikation können beispielsweise durch eine erhöhte Umgebungstemperatur verursacht werden. Dies wiederum hätte negative Auswirkungen auf die korrekte Erfassung des Prozessdrucks oder die Lebensdauer des Gerätes. Der Anwender wird deshalb auch hierbei rechtzeitig vor gravierenden Folgen für Prozess und Sensor gewarnt.

Zusätzliche Informationen

Über die Zustandsbeschreibung hinaus erfasst der A-1200 weitere Informationen, die über IO-Link ausgelesen werden. Er zeichnet unter anderem Minimal- und Maximalwerte von Druck und Temperatur seit Inbetriebnahme des Sensors auf. Im Fall einer Überlast können Anwender deren Dauer nachvollziehen. Das Gerät verfügt zudem über einen Betriebsstundenzähler und zeigt die gemessene Elektroniktemperatur an. Die Aufzeichnungen erfolgen dabei kontinuierlich. Ist ein Geräte-Reset notwendig, werden alle Parameter nach dem Neustart überschrieben.

Hinweis
Weitere Informationen zum Typ A-1200 mit Diagnosefunktion und IO-Link erhalten Sie auf der WIKA-Webseite. Bei Fragen steht Ihnen Ihr Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag
Wie funktioniert IO-Link?

Informieren Sie sich weiterhin in folgendem Video über den WIKA-Drucksensor Typ A-1200:



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