Hoher Überlastschutz bei Plattenfedermanometern

Überlast kann einem Druckmessgerät rasch die Grenze aufzeigen. Plattenfedermanometer halten im Vergleich zu Geräten mit Rohrfedern einen deutlich höheren Maximaldruck aus. Dieser Schutz ist konstruktionsbedingt.

Die hohe Überlastsicherheit resultiert aus dem Abstützen der Membran (1) am oberen Flansch und deren Kontur aus abgeflachten Wellen. Bei Messbereichen im mbar-Bereich wird der Schutz durch ein speziell gedrehtes Membranbett verstärkt, an das sich die Feder vollflächig anlehnt (2).

Ein Querschnitt der Messzelle verdeutlicht den Grund für die ausgeprägte Überlastsicherheit eines Plattenfedermanometers: Dessen Membran lässt sich gegen den oberen Flansch abstützen. Da die Feder darüber hinaus eine Kontur mit abgeflachten Wellen aufweist, wird der Schutzfaktor aufgrund der größeren Auflagefläche noch erhöht. Plattenfedermanometer von WIKA haben eine Standard-Überlastsicherheit vom Fünffachen des Skalenendwerts, bei Rohrfedermanometern liegt sie standardmäßig nur beim 1,3-fachen.

Keine Verformung

Die Überlastsicherheit von Plattenfedergeräten lässt sich noch bis zum Tausendfachen steigern. Bis zu 400 bar sind möglich, selbst bei einem Messbereich von 0 … 16 mbar. In diesem Fall erhält der obere Flansch ein speziell gedrehtes, metallisches Membranbett, an das sich die Plattenfeder bei Überschreiten des Messbereichsendwertes anlegt. Durch diese vollflächige Anlage wird eine plastische Verformung ausgeschlossen und die Langzeitstabilität erhöht. Für mbar-Messbereiche lässt sich auf die gleiche formbeständige Art auch Sicherheit bei Unterdruck herstellen. Plattenfedern sind generell nicht eben. Nur eine Kontur mit konzentrischen Wellen ermöglicht sowohl den für die mechanische Messung notwendigen Federweg von einem bis drei Millimetern Länge als auch eine gute Linearität.

Hinweis
Weitere Informationen zu Plattenfedermanometern finden Sie auf der WIKA-Website in den Rubriken Manometer, Manometer mit Ausgangssignal und Kontaktmanometer.

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