Sichere Drucküberwachung - Impfstoff-Produktion

Bis zu drei Jahre kann es dauern, bis aus Bakterien, Viren oder Zellkulturen ein Impfstoff wird. Da Vakzine direkt in den Körper injiziert werden, haben Sicherheit und Reinheit in der Produktion oberste Priorität. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an das Anlagenequipment, zum Beispiel bei der Drucküberwachung. Die Plattenfedermanometer der Serie PG43SA von WIKA sind darauf zugeschnitten.

Komplett im Hygienic Design ausgeführt: die Plattenfedermanometer der PG43SA-Serie

Drei Gerätetypen zur Wahl

Die hygienegerechten Geräte mit frontbündig verschweißter Plattenfeder eignen sich für die Drucküberwachung in sämtlichen Bereichen der Impfstoff-Herstellung. Das gilt neben den „Upstream“- und „Downstream“-Stationen auch für die Supportprozesse.

Zur Wahl stehen drei 3A- und EHEDG-zertifizierte Typen:

  • PG43SA-S
  • PG43SA-D mit integrierter Plattenfederüberwachung
  • PG43SA-C mit besonderer Kompaktheit und rückseitigem Prozessanschluss

Welche Variante ein Anwender an welcher Stelle im Verfahren einsetzt, hängt von seinem Sicherheitsanspruch und den Einbauverhältnissen ab – wobei bereits der Typ PG43SA-S einem Großteil der Anforderungen bei der Drucküberwachung entspricht.

Kritische Situation auf einen Blick

Je weiter die Impfstoff-Produktion fortschreitet, umso wertvoller gerät das Produkt. Während der Filtrationsprozesse „downstream“ wird der künftige Wirkstoff zunehmend aufgereinigt. Die Drucküberwachung liefert hier die entscheidende Information, ob die Filter noch korrekt arbeiten oder sich zusetzen und ausgetauscht werden müssen. Der Typ PG43SA-S mit roter Grenzwertmarkierung zum Beispiel lässt eine kritische Situation unmissverständlich auf einen Blick erfassen.

In Filtrationsanlagen dient die Drucküberwachung unter anderem dazu, den Filterzustand zu kontrollieren und rechtzeitig auf ein Zusetzen des Filters aufmerksam zu machen.

Problemloser Einbau

Dass es bei dieser Aufgabe auch auf die Kompaktheit der Geräte ankommen kann, zeigt eine Filtrationsanlage eines Impfstoff-Herstellers in China: In diesem Fall befördert eine Peristaltikpumpe den Wirkstoff über einen Schlauch zum Kapselfilter. Die Herausforderung der sehr beengten Platzsituation erforderte ein kleines Messgerät, und Typ PG43SA-C entsprach ihr.

Das Gerät ließ sich aufgrund seines ins Gehäuse integrierten Prozessanschlusses, einer patentierten Bauform, problemlos vor und nach dem Filter am Schlauch anbauen. Diese Messlösung zeigt dem Betreiber an, ob Pumpe und Filter normal arbeiten. Der PC43SA-C bietet dafür eine gute Draufsicht. Er kommt deswegen auch für die Drucküberwachung in senkrechten Rohrleitungen in Frage.


Die Typen der PG43SA-Reihe zeigen wie alle Plattenfedermanometer aufgrund ihres mechanischen Prinzips den Prozessdruck stets zuverlässig an. Sie messen mit hoher Überlastsicherheit und unabhängig von elektrischer Energie. Das kommt den Sicherheitsanforderungen vor allem beim Transport der Zwischenprodukte und des fertigen Impfstoffs entgegen. Diese werden in Mobiltanks vom Bioreaktor über Chromatograph und Filtrationsanlagen bis zur Abfüllung in Ampullen befördert.

Impfstoff-Transporte in Mobiltanks gelten als besonders sensible Verfahrensschritte. Die hygienegerechten Plattenfedermanometer der PG43SA-Reihe liefern auch hierfür unabhängig von elektrischer Energie jederzeit alle notwendigen Druckinformationen.

Mehrere Aufgaben in einer Applikation

Bei der Drucküberwachung an den Tanks erfüllen die PG43SA-Geräte mehrere Aufgaben: Während des Transports gilt es zu kontrollieren, ob der Druck konstant bleibt. Dies ist zugleich eine Dichtheitsprüfung: Ein sinkender Druck ist möglicherweise auf ein undichtes Ventil oder eine beschädigte Dichtung zurückführen. Nach Entleeren des Tanks an der Übergabestelle kann mit einem Blick auf die Anzeige festgestellt werden, ob noch Druck auf dem Tank ist oder ob er sich ohne Gefahr öffnen lässt. Gleiches gilt für die Drucküberwachung während der Tankreinigung und dem Drucktest vor der Neubefüllung.

Bei den Tank-Applikationen kommt neben der beschriebenen Messqualität ein weiterer Vorteil der Plattenfedermanometer besonders zum Tragen: Die Geräte arbeiten mit einer „trockenen“ Messzelle. Sie schließen damit die Gefahr einer Produktkontamination durch eine Übertragungsflüssigkeit wie bei herkömmlichen Druckmittlersystemen aus. So beugen sie möglichen Schäden in Millionenhöhe vor.

Weitere Risiko-Minimierung

Bei diesen und ähnlich sensiblen Prozessen trägt Typ PG43SA-D zur weiteren Minimierung von Risiken für den Impfstoff bei. Das Gerät verfügt über eine integrierte Plattenfederüberwachung mit Rot-Weiß-Anzeige. Sollte das sehr robuste Messglied wider Erwarten doch einmal aufgrund extremer Prozesskonditionen oder grober mechanischer Einflüsse einen Riss bekommen, meldet die patentierte Überwachungsfunktion per „Rot“-Anzeige den Schaden sofort. Eine zweite Barriere im Gerät hält die Trennung von Prozess und Umgebung weiterhin aufrecht.

CIP/SIP-geeignet und autoklavierbar

Zur Prozesssicherheit bei der Impfstoff-Herstellung gehört eine rückstandslose Reinigung des Equipments nach jedem Batch. Die PG43SA-Plattenfedermanometer eignen sich aufgrund ihres Hygienic Designs für CIP/SIP-Reinigungsprozesse und sind alle autoklavierbar.

Hinweis
Einen Überblick und technische Details zu den Hygienic-Plattenfedermanometern der PG43SA-Reihe finden Sie auf der WIKA-Webseite oder in unserem Flyer: „Sicher und zuverlässig: Druckanzeigen im Hygienic Design“. Bei Fragen steht Ihnen Ihr Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

Lesen Sie auch unsere Beiträge
Manometer für Pharmaprozesse: Frontbündige Trockenmessung
Hygienic-Manometer: IP68 bei Reinigung von außen
Messlösungen für Impfstoff-Produktion

Über die PG43SA-Geräte informiert Sie auch das folgende Video: 



Kommentar verfassen