Mobile Arbeitsmaschinen im Einsatz (OEM-Drucksensor)

Aufgrund der vielfältigen Aufgabengebiete haben OEMs für ihre Anwendungen verschiedenste Anforderungen und Bedürfnisse. So haben Hersteller von mobilen Arbeitsmaschinen eine bestimmte Vorstellung von Eigenschaften, die ein Drucksensor besitzen soll. WIKA hat sich hieran bei der Entwicklung des MH-4, der neuesten OEM-Drucksensor-Version für mobile Arbeitsmaschinen, orientiert.

Vor über zwei Jahrzehnten führte WIKA den Drucksensor MH-1 für mobile Arbeitsmaschinen ein. OEMs schätzten diesen robusten Drucksensor für seine Präzision und Langlebigkeit unter rauen Bedingungen. Seitdem haben unsere Experten für industrielle Instrumentierung weitere Generationen dieses Sensors entwickelt − in enger Zusammenarbeit mit denjenigen, die am meisten auf seine zuverlässige Leistung bauen: den Kunden.

Vom Problem zur Lösung: Der Drucksensor MH-2

Vor einigen Jahren tauschte ein großer weltweiter Hersteller von Landmaschinen seine Hydraulikpumpen aus, um die Leistung seiner Fahrzeuge zu verbessern. Dies führte jedoch zu einem regelmäßigen Ausfall der Drucksensoren. Um solche Ausfallzeiten zu minimieren, gingen Techniker vor Ort deshalb dazu über, bei jeder Maschinenreparatur immer auch alle Sensoren auszutauschen. Eine Überprüfung der dabei zurückgesendeten Sensoren durch den Lieferanten ergab allerdings, dass die Hälfte davon noch voll funktionsfähig war. Durch solche Fälle, bei denen also kein Fehler gefunden wurde (NFF = No Fault Found”), entstanden dem Hersteller unnötige Kosten in Millionenhöhe.

Des Weiteren wurden bei den beschädigten Sensoren extreme Druckspitzen als Ursache ermittelt. Der OEM führte daraufhin eine Reihe von Tests durch, konnte dabei jedoch keine Druckspitzen in seinem Hydrauliksystem feststellen. Demnach wurde der Lieferant anschließend um Hilfe gebeten. Diese wurde von dessen Seite allerdings grundsätzlich abgelehnt, da er seine Sensoren nicht als Ursache des Problems sah. Enttäuscht darüber, dass sein Lieferant nicht gemeinsam mit ihm an einer Lösung arbeiten wollte, wandte sich der Hersteller an WIKA. Nach umfangreichen Tests durch unsere Experten stellten sich zwei Probleme heraus:

  • Die neuen Hydraulikpumpen erzeugten Hochdruckwellen im Hydrauliksystem
  • Bestimmte Sensorelement-Typen waren aufgrund sich schnell bewegender Druckwellen besonders anfällig für Ausfälle

Zusätzliche Labortests und Feldversuche zeigten, dass der MH-2 von WIKA, ein Drucksensor mit einem Kavitationsdämpfungssystem und einer geschweißten Dünnfilm-Sensorik, optimal dafür geeignet war, kurzzeitigen Druckwellen mit einer hohen Amplitude standzuhalten. Der Hersteller war von dieser Lösung überzeugt und baute den MH-2 deshalb als OEM-Austauschsensor in seine Landmaschinen ein.

Entwicklung eines Drucksensors für mobile Arbeitsmaschinen: Von MH-2 zu MH-3

Ein weiteres Anliegen des Landmaschinen-Herstellers bestand darin, die Anzahl zukünftiger NFF-Beanstandungen zu minimieren. Ein Expertenteam von WIKA nahm sich dieser Problematik an und entwickelte mit großer Sorgfalt einen Prototyp mit integrierten Diagnosefunktionen, welcher eine einfache Fehlererkennung vor Ort ermöglicht. Dies war der Ausgangspunkt für die Entstehung des Drucksensors MH-3.

MH-4 - OEM Drucksensor

MH-4: OEM-Drucksensor für mobile Arbeitsmaschinen

Ein robuster und leicht zu integrierender Drucksensor: Der MH-4

Der Maschinenhersteller sowie andere große OEMs schätzten die Leistung, Langlebigkeit und On-Board-Diagnose des MH-3. Da WIKA großen Wert auf das Feedback der Kunden und Anwender legt, wurden deren Bedürfnisse und Anforderungen in dessen darauffolgender Entwicklung weiter berücksichtigt:

  • Kompakte Ausführung, die besser in moderne Maschinen passt
  • Voll verschweißter CrNi-Stahl-Körper, der den anspruchsvollen Arbeitsbedingungen mobiler Arbeitsmaschinen besser standhält
  • Einzigartiges Zwei-Schlüsselweiten-System mit Steckschlüsseltauglichkeit für die Integration in Serien-Fertigungsumgebungen
  • Große Auswahl an Konfigurationen für eine einfache Integration in jede Maschinenplattform und jeden Fertigungsprozess
  • Geringes Signalrauschen für eine verbesserte Qualität und Stabilität des Ausgangssignals.
  • Total Error Band” (TEB) von ±1 % des Endwerts über einen großen Temperaturbereich, das die thermischen Auswirkungen von mobilen Arbeitsmaschinen berücksichtigt.

Der hochmoderne MH-4 ist demnach ein leistungsstarker, extrem robuster Drucksensor mit ausgezeichneter Langzeitstabilität, der sich ideal für den Einsatz in extremen Umgebungen eignet. Mit einer Vielzahl von Prozess- und elektrischen Anschlussarten lässt sich der MH-4 leicht in nahezu jede Maschinenplattform und fast jeden Fertigungsprozess integrieren. Die Herstellung der Sensoren erfolgt auf einer vollautomatisierten Fertigungslinie, so dass auch sehr große Aufträge mit kurzen Durchlauf- und Lieferzeiten erfüllt werden können.

Hinweis
Weitere Informationen zum Typ MH-4  bzw. zum Thema mobile Arbeitsmaschinen finden Sie auf der WIKA-Website. Bei Fragen steht Ihnen Ihr Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

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Pressure Measurement and Diagnostics: WIKA’s Field-Proven Solution
Drucksensor für extreme Bedingungen – WIKA-Blog

Informieren Sie sich weiterhin im folgenden Video über den MH-4, dem OEM-Drucksensor für mobile Arbeitsmaschinen:



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