Balance von Drinnen nach Draußen

Was machen Triathleten eigentlich im Winter? Winterschlaf? Faulenzen? Geben sich der Völlerei hin? Nichts von alledem natürlich, denn eine weit verbreitete und zutreffende Sportlerweisheit besagt: Die Sieger des Sommers werden im Winter gemacht.

Training unter grauen Wolken

Training unter grauen Wolken

So gehen auch für die Mitglieder des TriTeams WIKA direkt im Anschluss an eine kurze Saisonpause im Spätherbst die Vorbereitungen für die kommende Wettkampfzeit los. Zwar gibt es einige wenige besonders motivierte Athleten, die am liebsten gänzlich auf eine Unterbrechung verzichten würden. Aber ein solches Nonstop-Programm würde sich im Verlauf einer langen und kräftezehrenden Saison mit Sicherheit rächen.

Also gilt es, zunächst den mentalen und körperlichen Akku also wieder vollständig aufzuladen und kleinere Wehwehchen aus der abgelaufenen Saison auszukurieren. Danach, in den Wintermonaten, widmen sich die Sportler meist grundlegenden Trainingsinhalten. Darin geht es in erster Linie um Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit. Besonders wichtig ist dabei, das Training den klimatischen Gegebenheiten anzupassen. Das bedeutet: Viele Übungseinheiten werden wenn möglich nach drinnen verlagert, um Regen, Dunkelheit und Kälte zu entgehen. Dieses Vorgehen schont auch das Immunsystem, das andernfalls durch Trainings- und Kältereiz doppelt beansprucht würde.

Ausschließliches Indoor-Training sollte jedoch tunlichst vermieden werden und leichtere Übungseinheiten können an der frischen Luft erfolgen. Der positive Effekt, den leichte Bewegung im Freien auf das Immunsystem hat, ist unbestritten. Es kommt also auf die richtige Mischung zwischen Draußen und Drinnen an. Hierbei ein gesundes Verhältnis zu erzielen, fällt heimischen Triathleten angesichts ihres umfangreichen Trainingspensums nicht immer leicht. Für die intensive Freiluftsportart Triathlon ist die kalte Jahreszeit in Mitteleuropa schlicht zu lang. Daher versuchen viele der Athleten, dem ungünstigen Wetter durch Trainingslager in wärmeren Gefilden zumindest vorübergehend zu entfliehen. In den Wintermonaten bieten sich dafür insbesondere die kanarischen Inseln aufgrund ihrer Wetterstabilität an. Je näher der Frühling rückt, sind auch die Balearen und das spanische Festland attraktive Reiseziele für Triathleten.

Sportler des TriTeams WIKA sind ebenfalls Richtung Süden aufgebrochen. So trainieren Fabian Lotter, Thomas Sämann und Andreas Tschishakowski auf den Kanaren, Heiko Gerhart bereitet sich auf den Balearen vor. Susanne Richter und André Moritz hingegen verzichten dieses Jahr auf ein Trainingslager.



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