Ein Schweißer

Schweißtechnik-Manometer weisen einige Sicherheitsfeatures auf, um dem Anwender ein sicheres Arbeiten zu ermöglichen.

DIN EN ISO 5171

Die Norm DIN EN ISO 5171 (Gasschweißgeräte – Manometer für Schweißen, Schneiden und verwandte Prozesse – ISO 5171:2009) beschreibt die Anforderungen für Rohrfeder-Manometer in dieser Applikation. Dem Schutz des Anwenders dienen dabei die zu erfüllenden Tests: Torsionsprüfung, Biegeprüfung, Gehäuse-Druckentlastungsprüfung, Festigkeitsprüfung und die Prüfung auf Entflammbarkeit. Besonders anspruchsvoll ist die Gehäuse-Druckentlastungsprüfung, weshalb diese im Folgenden näher erläutert wird.

Druckentlastungsprüfung

Manometer ohne ausreichende Sicherheitseinrichtungen bei einer Gehäuse-Druckentlastungsprüfung.

Gehäuse-Druckentlastungsprüfung

Rohrfedermessglieder können durch unzulässige Überlastung (Druck oder Lastwechsel) bersten. Mit der Gehäuse-Druckentlastungsprüfung wird das Verhalten des Messgerätes im Falle eines berstenden Messgliedes überprüft.

Gefordert wird einerseits, dass kein Gas nach vorne entweichen darf und andererseits, dass auch keine Teile vom Manometer (beispielsweise die Sichtscheibe, der Zeiger oder das Zifferblatt) weggeschleudert werden dürfen, um somit einer potentiellen Verletzungsgefahr entgegenzuwirken.

Sicherheitsfeatures von Schweißtechnik-Manometern

Um das Gefahrenpotenzial der Anwendung zu verringern, können verschiedene Sicherheitsfeatures von Schweißtechnik-Manometern zum Einsatz kommen, wie z. B.:

Druckentlastungsöffnung

Mögliche Platzierungen von Ausblasklappen an der Gehäuserückseite. Das Gas kann somit im Schadensfall nach hinten entweichen.

  • In der Kanalbohrung des Gerätes ist eine Drossel mit dem Öffnungsdurchmesser ø = 0,3 mm integriert. Hierdurch wird der Gasdurchfluss limitiert, um die Auswirkungen im Schadensfall zu minimieren.
  • In Niederdruck-Messgeräten ist ein sog. Berstelement (BERP) integriert. Wird das Gerät dem vollen Flaschendruck ausgesetzt, ermöglicht dies ein kontrolliertes Ausblasen des Drucks, noch bevor die Feder in höheren Druckbereichen platzen kann.
  • Eine Ausführung mit drucksicherer Trennwand (Sicherheitsdruckmessgeräte S3 / Solidfront-Ausführung).
  • Eine integrierte Ausblasklappe öffnet sich im Schadensfall und stellt so die Abfuhr des austretenden Gases sicher.

Im Allgemeinen sorgt außerdem die Produktion der Geräte in hochautomatisierten, vielfach gegen Fehler abgesicherten Fertigungslinien für zusätzliche Sicherheit.

Fazit

Es gibt eine Vielzahl von Sicherheitsfeatures von Schweißtechnik-Manometern, die den Endanwender schützen sollen und ihm damit die Konzentration auf seine eigentliche Arbeit – den Schneid- oder Schweißprozess mit Gasen wie Sauerstoff oder Acetylen – ermöglichen.

Hinweis

WIKA bietet mit dem Typ 111.11 und dem Typ 111.31 Schweißtechnik-Manometer nach DIN EN ISO 5171, die speziell für Geräte und Anlagen zum Schweißen, Schneiden und für verwandte Verfahren entwickelt wurden. Sollten Sie eine Beratung für Ihren speziellen Anwendungsfall wünschen, steht Ihnen Ihr Ansprechpartner gerne zur Verfügung.



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