Plattenfedermanometer gelten als Spezialisten in der Prozessindustrie. Sie kommen dort zum Einsatz, wo Rohrfedermanometer ihre Leistungsgrenzen erreichen. Einer der Vorteile der Plattenfedermanometer ist die Messung niedriger Drücke.

Plattenfedermanometer sind auf den ersten Blick zu erkennen: an den Flanschen unterhalb des Gehäuses, zwischen denen das elastische Messglied – die Plattenfeder –  gespannt ist. Diese Geräte können Drücke bereits ab 16 mbar messen, der Maximalwert liegt bei etwa 25 bar (zum Vergleich: Rohrfedermanometer erreichen bei 600 mbar den physikalisch niedrigsten Messwert). Je größer die Plattenfeder, umso niedriger ist der messbare Druck gemäß der Formel Druck = Kraft / Fläche. WIKA verwendet zwei Membrangrößen: mit einem Durchmesser von 134,5 mm für die Messebereiche 0 …16 mbar bis 0 … 250 mbar und einem Durchmesser von 76,5 mm für die Messbereiche 0 … 400 mbar bis 0…25 bar.

Sonderform des Plattenfedermanometers

Bei Drücken unter 16 mbar stoßen Plattenfedermanometer an ihre Grenzen. Ihre Membrane müssten in dem Fall äußerst dünn sein, um die notwendige Elastizität zu erreichen. Damit wären sie aber nicht mehr zuverlässig stabil. Dieses Problem lässt sich allerdings mit einer Sonderform des Plattenfedermanometers lösen: dem Kapselfedermanometer.

Kapselfedern bestehen aus zwei zusammengeschweißten Membranen, die in der Regel von der Innenseite her mit Druck beaufschlagt werden. So ergibt sich ein doppelter Federweg. Auf diese Weise werden selbst minimale Drücke ohne Reduzierung der Wandstärke gemessen. Da allerdings der Druckraum nicht selbstleerend ist, eignen sich Kapselfedern nicht für Applikationen mit flüssigen Medien.

Hinweis
Weitere Informationen zu Plattenfedermanometern finden Sie auf der WIKA-Website in den Rubriken Manometer und Manometer mit Ausgangssignal.

 

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