Hygienic-Manometer: IP68 bei Reinigung von außen.

Belüftungsventil statt Belüftungsloch: Mit dieser Option eignet sich das Hygienic-Plattenfedermanometer Typ PG43SA-S sogar für eine pharmazeutische Reinigung von außen mit besonders aggressiven Mitteln. Das geschlossene Ventil dichtet dabei das Innere des Manometers gemäß Schutzart IP68 ab. Auf diese Weise verhindert es das Eindringen von Reinigungsmedien.

In der Pharmaindustrie hat der Schutz der Wirkstoffe und Medikamente vor Kontaminationen höchste Priorität. Daher ist eine gründliche Reinigung der Anlagen nach jedem Batch unabdingbar. Deren Wirksamkeit hängt allerdings entscheidend von der Konzentration der verwendeten Substanzen und der Höhe der Temperaturen ab.

Hygienic-Plattenfedermanometer wie WIKA-Typ PG43SA-S eignen sich für die Drucküberwachung bei mobilen Tanks in der Pharmaindustrie.

Reinigung: Natronlauge und Salpetersäure

In verschiedenen Fällen erfährt das Equipment nicht nur eine prozessseitige Reinigung (CIP, SIP), sondern zusätzlich eine Reinigung von außen. Das trifft auch auf ein pharmazeutisches Unternehmen zu, das den WIKA-Typ PG43SA-S zur Drucküberwachung bei mobilen Tanks einsetzt. Hier vollzieht sich der Reinigungsprozess von außen mit deutlich höher konzentrierten Chemikalien und hohen Temperaturen. Zu den Medien zählen beispielsweise 30%ige Natronlauge und 60%ige Salpetersäure – beide in verdünnter Form. Mit diesen Substanzen wird das Messgerät in einer Reinigungsanlage mittels Düsen von allen Seiten gereinigt.

Bei einem solchen Vorgang können Chemikalien über die Belüftungsöffnung in das Manometergehäuse gelangen. Die Werkstoffe des Messgeräts widerstehen zwar den typischen Reinigungsmittel-Konzentrationen und Temperaturen. Aber extrem aggressive Substanzen wie im beschriebenen Anwendungsfall und/oder sehr hohe Temperaturen greifen mit der Zeit das Manometerinnere an. Die Folge: Das Messgerät muss ausgetauscht werden.

WIKA-Plattenfedermanometer Typ PG43SA-S in der neuen Ausführung mit Belüftungsventil: Das Schnittbild zeigt das Ventil in geöffnetem Zustand. Rot markiert ist der Sicherungsring.

Druckmessung mit offenem Ventil

WIKA beschäftigte sich daher mit der Frage: Wie lässt sich die Lebensdauer des PG43SA-S auch bei einer Reinigung von außen unter Extrembedingungen verlängern? Die Antwort: durch eine Ausführung mit Belüftungsventil. Das geschlossene Ventil (IP68) dichtet das Innere des Geräts gegenüber Reinigungssubstanzen ab. Während seiner eigentlichen Aufgabe, der Drucküberwachung, muss es jedoch geöffnet sein. Sonst ist eine korrekte Messung des Relativdrucks unmöglich. Denn in einem geschlossenen Gehäuse baut sich Innendruck auf, was zu einem verfälschten Messergebnis führt.

Leichte Bedienbarkeit 

Das neue Belüftungsventil ist gut sichtbar und für einen einfachen Zugriff oben auf dem Gehäuse angebracht. Es lässt sich werkzeugfrei mittels einer Flügelmutter öffnen oder schließen. Drehrichtung und Auf-und-Zu-Position sind dabei auf dem Gehäuse klar gekennzeichnet. Die Mutter und die Ventildichtung sind im Hygienic Design ausgeführt. Ein Sicherheitsring verhindert ein Herausdrehen des Ventils.

Sterilisierung im Autoklaven

Vor jeder Außenreinigung wird das Belüftungsventil geschlossen. Das Manometer hat dann Schutzart IP68. Folgt dem Durchgang in der Reinigungsanlage noch eine Sterilisierung im Autoklaven, muss das Ventil wieder geöffnet werden. Aufgrund der dort herrschenden Sattdampfbedingungen käme es sonst ebenfalls zu einem Innendruck mit negativen Folgen für das Messgerät.

Fazit

Das Plattenfedermanometer Typ PG43SA-S ist für vielfältige Anwendungen in der sterilen Verfahrenstechnik konzipiert. Durch die neue Variante mit Belüftungsventil und Schutzart IP68 hat sich das Einsatzspektrum des Manometers nochmals erweitert.

Hinweis
Weitere Informationen über das Hygienic-Manometer Typ PG43SA-S sowie andere Typen der PG43SA-Reihe erhalten Sie auf der WIKA-Website. Bei Fragen zum Manometer mit Option Schutzart IP68 steht Ihnen Ihr Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

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