Da die Temperatur Einfluss auf die Messgenauigkeit eines Drucksensors hat, bleibt trotz diverser Kompensationsmaßnahmen immer ein kleiner Temperaturfehler im Nenntemperaturbereich. Dieser wird in den Datenblättern von Herstellern von Drucksensoren oft als Temperaturkoeffizient (Abk. TK) angegeben.

Dieser Koeffizient beschreibt einen linearen Fehler ausgehend von einem Bezugspunkt, der meist bei Raumtemperatur liegt. Demnach ist der Temperaturfehler bei Raumtemperatur Null und nimmt mit zunehmendem Abstand zur Raumtemperatur mit dem spezifizierten Koeffizienten linear zu (siehe Abbildung).

Grundsätzlich müssen sowohl der Temperaturkoeffizient des Nullpunkts (Abk. TK0) als auch der der Spanne (TKC) einzeln berücksichtigt werden. Der Fehler des Nullpunkts beschreibt den Einfluss der Temperatur auf das Nullsignal. Der Fehler der Spanne gibt den Einfluss der Temperatur auf den Endwert an. Die einzelnen Temperaturkoeffizienten des Nullpunkts und der Spanne werden in der Regel als Beträge angegeben, das heißt sie können sowohl positiv als auch negativ sein. Besitzen bei einem einzelnen Messgerät Nullpunkt- und Spannefehler dasselbe Vorzeichen, können sich demnach im ungünstigsten Fall diese beiden Temperaturfehler addieren.

Ein typischer Wert eines Drucksensors für den mittleren Temperaturkoeffizient des Nullpunkts ist: 0,2 % / 10 K

Hinweis
Weitere Informationen zu Drucksensoren finden Sie auf der WIKA-Website.

Zu unserem Blog-Artikel „Was ist bzw. wie funktioniert eigentlich eine aktive bzw. passive Temperaturkompensation von Drucksensoren?“ gelangen Sie hier.

 



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