Vendor Managed Inventory

Mittels Vendor Managed Inventory (VMI) die Kapitalbindung im Lager des Kunden minimieren, die Verfügbarkeit der Zukaufteile beim Kunden maximieren (Maximierung des Servicegrades) und dadurch die typischen Dispositionsprobleme lösen.

Typische Dispositionsprobleme

Beim Lieferanten liegen keine genauen Angaben über den tatsächlichen Bedarf des Kunden vor. Dieser Bedarf unterliegt zudem aus den verschiedensten Gründen z. T. erheblichen Schwankungen. Der Kunde steckt in der Zwickmühle entweder eine hohe Kapitalbindung am Lager in Kauf zu nehmen oder zu wenig Zukaufteile zur Verfügung zu haben. Letzteres führt dazu, dass eine schnelle Reaktion auf Kundenwünsche in der gesamten Lieferkette nicht möglich ist.

Lösungsansatz – Vendor Managed Inventory (VMI)

Zwischen Kunde und Lieferant wird eine Vereinbarung getroffen. Dabei gewährt der Kunde dem Lieferanten Einsicht in Bedarfe und Lagerbestände. Der Kunde überträgt dem Lieferanten vollständig die Disposition. Die Inhalte der Vereinbarung bestehen also im Wesentlichen aus drei Eckpunkten: Bestandsangaben, Wiederbeschaffungszeit und Anlieferung.

Umsetzung von Vendor Managed Inventory (VMI)

Kunde und Lieferant etablieren gemeinsam einen automatisierten Prozess. Dabei bezieht der Lieferant, z. B. wöchentlich – mittels automatisiertem Datentransfer – Lagerbestand und Aufträge, ohne dass der Kunde in irgendeiner Weise tätig werden muss. Der Lieferant erzeugt in seinem ERP-System die Bestellung und darauf basierend die Planung der Produktion. Ebenso übernimmt der Lieferant die Prüfung der Auftragsbestätigung sowie die Verfolgung der Lieferung. Der Kunde muss nur noch den Datentransfer anstoßen und kann bequem die Liefer-Performance überwachen.

Vendor Managed Inventory_Process

Schematische Darstellung des Prozessablaufes „Vendor Managed Inventory (VMI)“


Praxiserfahrung bei WIKA

VMI bietet sich aufgrund des Implementierungsaufwands insbesondere bei großen Bedarfsmengen an. Unsere Erfahrung zeigt, dass VMI erheblich zur Erhöhung des Servicegrades beitragen kann und insbesondere Bedarfsschwankungen zuverlässig glättet. In der Regel lassen sich durch VMI-Vereinbarungen stabile Servicegrade im Bereich von 99% langfristig realisieren.

Fazit

Zwischen Kunde und Lieferant muss ein klares Vertrauensverhältnis bestehen, da Vendor Managed Inventory (VMI) sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringt. Während der Kunde eine hohe Abhängigkeit vom Lieferanten eingeht, lastet deutlich weniger Arbeit und Verantwortung auf ihm. Im Gegenzug gewinnt der Lieferant eine starke Kundenbindung, übernimmt dafür aber auch eine sehr hohe Verantwortung. Beide Partner erzielen jedoch eine klare Win-Win-Situation, die die Nachteile für beide Seiten mehr als egalisiert.

Hinweis
Weitere Informationen zu Vendor Managed Inventory (VMI) bei WIKAerhalten Sie auf unserer Webseite.



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