Kalibrieren von Höchstdruck

Das Kalibrieren von Höchstdruck ist eine Herausforderung. Denn herkömmliche Prüfgeräte sind lediglich für Drücke bis 1.000 bar ausgelegt. In etlichen Applikationen arbeiten jedoch Sensoren mit einem Mehrfachen dieses Werts, zum Beispiel in der Automobilindustrie. Wer solche Geräte über den gesamten Messbereich kalibrieren möchte, findet bei WIKA die Lösung: den tragbaren Prozesskalibrator Typ CPH7000 in Verbindung mit dem Referenzsensor Typ CPT7000 für Drücke bis 10.000 bar.

Für diese Kombination entschied sich jetzt ein Unternehmen aus der Automobilbranche, das Einspritzpumpen von Dieselmotoren entwickelt und baut. Der exakte Einspritzdruck ist für den Antrieb von entscheidender Bedeutung. Das Unternehmen verfügt daher über Motorenprüfstände für eine differenzierte Analyse des Verbrennungsvorgangs. Die darin integrierten Druckmessumformer, darunter der WIKA-Typ HP-2, müssen Einspritzdrücke von 3.000 bar, 5.000 bar und 7.000 bar präzise erfassen.

Lösungspaket inklusive Hydraulik-Druckpumpe und Software

Die Kombination zur Höchstdruck-Kalibrierung bis 10.000 bar: der Prozesskalibrator Typ CPH7000 in Verbindung mit dem externen Referenzsensor Typ CPT7000

Zur Aufrechterhaltung der Messqualität ist eine regelmäßige Überprüfung der Drucksensoren unabdingbar. Für diese Aufgabe hat WIKA dem Unternehmen ein komplettes Lösungspaket zum Kalibrieren von Höchstdruck-Messgeräten geschnürt. Dazu gehört neben dem Kalibrator und dem Referenzsensor eine hydraulische Druckpumpe Typ CPP7000-X zur Erzeugung des notwendigen Prüfdrucks. Ergänzt wird das technische Equipment durch die Software WIKA-Cal zum Auslesen und Weiterverarbeiten der Daten. Somit ist das Unternehmen in der Lage, auch Kalibrierbescheinigungen auszustellen.

Messzelle fest in konischem Druckkanal

Das Set zum Kalibrieren seiner Höchstdruck-Sensoren hat der Kunde in sein Kalibrierlabor integriert. Um Messgeräte wie die Sensoren aus dem Motorprüfstand kalibrieren zu können, weist die Referenz eine besondere Konstruktion auf: Die bruchsichere Dünnfilmzelle des Typs CPT7000 ist nicht verschweißt. Stattdessen steckt sie fest in einem konischen Druckkanal. Das Messglied ist daher auch unempfindlich gegenüber dynamischen Druckverläufen.

Die Höchstdruck-Referenz lässt sich nur in Verbindung mit dem tragbaren Kalibrator CPH7000 einsetzen. Deswegen hat das Unternehmen noch einen zusätzlichen Vorteil: die Möglichkeit einer Vor-Ort-Prüfung. Neben der Kalibrierung im Labor kann der Kunde somit direkt am Motorprüfstand feststellen, wie sich die Sensoren im eingebauten Zustand verhalten.

Detaillierte Abbildung aller Prüfverläufe

Darüber hinaus eröffnet der CPH7000 weitere Möglichkeiten. Denn bei ihm handelt es sich um ein Multifunktionsgerät mit integriertem Elektromodul und Handpumpe, das auch mit ATEX-Zulassung lieferbar ist. Der Kalibrator erfüllt neben der Kalibrierung von Druckmessgeräten auch Prüfaufgaben für die Messgrößen Temperatur, Spannung und Strom. Sein leistungsstarker Datenlogger bildet jeden Prüfverlauf detailliert ab. Live-Anzeigen der Loggervorgänge in Zahlenfolge oder als Graph ermöglichen ein unmittelbares Erkennen von Abweichungen.

Hinweis
Weitere Informationen über den portablen Druckkalibrator CPH7000 und den Höchstdruck-Referenzsensor CPT7000 erhalten Sie auf der WIKA-Webseite. Dort finden Sie auch Informationen zum Präzisions-Digitalmanometer Typ CPG1500, das Drücke bis 10.000 bar messen kann. Bei Fragen steht Ihnen Ihr Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

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